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Welche Balkonpflanzen sehen bis November noch gut aus?

Im September sieht der Balkonkasten oft noch ganz ordentlich aus. Die Geranie schiebt eine letzte Blüte nach, irgendwo hängt noch ein kleines Zauberglöckchen und zwischen den Blättern lässt sich der Sommer zumindest erahnen.

Dann kommen ein paar nasse Tage. Plötzlich wird aus spätsommerlich eher müde. Die Petunie hängt, die ersten Blätter werden braun und man fragt sich, ob sich eine neue Bepflanzung überhaupt noch lohnt.

Ja, das kann sie. Du musst nur Pflanzen wählen, die nicht nach dem ersten kalten Regen beleidigt zusammensacken. Einige sehen bis in den November hinein gut aus und manche bleiben sogar über den Winter im Kasten.

Nicht alles muss sofort raus

Eine Geranie, die im Oktober noch kräftig blüht, darf stehen bleiben. Der Kalender ist kein Grund, eine gesunde Pflanze wegzuwerfen.

Raus dürfen Pflanzen, die überwiegend braun sind, faulen oder krank aussehen. Oft entstehen dadurch nur zwei oder drei Lücken im Balkonkasten. Diese lassen sich mit Heide, Hornveilchen oder einem kleinen Gras füllen.

Das spart Geld und der Kasten sieht trotzdem nach Herbst aus. Meist wirkt diese Mischung sogar natürlicher als eine komplette Neubepflanzung aus dem Gartencenter.

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Heide hält lange durch

Knospenheide ist der zuverlässige Klassiker für Balkonkästen im Herbst. Ihre kleinen Knospen öffnen sich nicht vollständig. Dadurch sehen sie auch nach mehreren Regentagen noch ordentlich aus.

Rosa, Weiß, Creme, Violett oder dunkles Rot: Die Auswahl ist groß. Trotzdem müssen nicht alle Farben zusammen in einen Kasten. Zwei ähnliche Töne wirken ruhiger und lassen sich leicht mit einem Gras oder einer Blattschmuckpflanze kombinieren.

Heide verträgt kühle Temperaturen gut, darf aber nicht vollständig austrocknen. Das wird im Herbst gern vergessen, besonders bei Kästen unter einem Balkondach.

Hornveilchen und Stiefmütterchen bringen echte Blüten

Hornveilchen und Stiefmütterchen sehen zarter aus, als sie sind. Kühle Nächte machen ihnen wenig aus und bei mildem Wetter blühen sie häufig bis in den November.

Hornveilchen bleiben kleiner und bilden viele Blüten. Stiefmütterchen fallen mit ihren größeren Blüten stärker auf. Beide passen gut in Lücken, die nach dem Entfernen alter Sommerblumen entstanden sind.

Verblühtes wird regelmäßig ausgezupft. Das ist keine große Arbeit, macht optisch aber einen deutlichen Unterschied. Ein sauberer Kasten sieht länger frisch aus, auch wenn die Blüte langsam nachlässt.

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Zierkohl wird bei Kälte erst richtig schön

Zierkohl gehört zu den Pflanzen, die mit sinkenden Temperaturen auffälliger werden. Seine Blattrosetten leuchten in Creme, Rosa, Violett oder Grün und vertragen auch einzelne frostige Nächte.

In einem schmalen Balkonkasten reicht meist eine Pflanze. Daneben passen niedrige Hornveilchen oder kleine Heidepflanzen. Zu dicht sollte der Kasten nicht bepflanzt werden. Bleibt nach Regen ständig Feuchtigkeit zwischen den Blättern stehen, beginnen die unteren Blätter schnell zu faulen.

Gelbe Blätter lassen sich einfach abziehen. Danach sieht die Pflanze meistens wieder aus, als wäre nichts gewesen.

Gräser und Purpurglöckchen bleiben auch ohne Blüten schön

Ein Herbstkasten braucht nicht an jeder Stelle eine Blüte. Kleine Ziergräser bringen Ruhe in die Bepflanzung und bewegen sich schön im Wind. Besonders kompakte Seggen und kleine Schwingel eignen sich für Kästen und Kübel.

Auch Purpurglöckchen müssen nicht blühen, um aufzufallen. Ihre Blätter gibt es in Grün, Kupfer, Rot und dunklem Violett. Sie bleiben über viele Monate dekorativ und können in einem ausreichend großen Gefäß mehrere Jahre wachsen.

Wer nicht im nächsten Frühjahr wieder alles austauschen möchte, setzt ein Purpurglöckchen oder ein winterhartes Gras als Grundlage ein. Im Herbst kommen Heide oder Hornveilchen dazu. Später können die saisonalen Pflanzen ausgetauscht werden, während die Grundbepflanzung stehen bleibt.

Chrysanthemen und Alpenveilchen brauchen einen geschützten Platz

Chrysanthemen sehen im Laden herrlich üppig aus. Auf einem ungeschützten Balkon kann diese Pracht nach einigen Tagen Dauerregen allerdings vorbei sein. Die dicht gefüllten Blüten werden braun und kleben zusammen.

Unter einem Dach oder nah an der Hauswand halten sie deutlich länger. Ähnlich ist es bei den Alpenveilchen, die im Herbst für draußen verkauft werden. Sie mögen kühle Temperaturen, aber keinen starken Frost und keine ständig nasse Erde.

Beide eignen sich gut für einzelne Töpfe. Wird das Wetter ungemütlich, lässt sich ein Topf schnell an einen geschützteren Platz stellen. Für einen Balkonkasten, um den du dich möglichst wenig kümmern möchtest, sind Heide und Hornveilchen die unkompliziertere Wahl.

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Welche Pflanze passt zu welchem Balkon?

Auf einem offenen, ungeschützten Balkon sind Heide, Hornveilchen, Stiefmütterchen, Zierkohl und kleine winterharte Gräser am zuverlässigsten.

Unter einem Balkondach dürfen zusätzlich Chrysanthemen und Alpenveilchen einziehen. Dort sind ihre Blüten besser vor Dauerregen geschützt.

Für eine Bepflanzung, die nicht nach wenigen Wochen wieder verschwinden soll, eignen sich Purpurglöckchen und winterharte Gräser. Sie bilden die dauerhafte Grundlage und werden je nach Jahreszeit ergänzt.

Drei einfache Kombinationen für den Herbst

Für einen ruhigen Balkonkasten passen weiße Heide, ein dunkles Purpurglöckchen und eine kleine bronzefarbene Segge zusammen.

Mehr Farbe entsteht mit violetten Hornveilchen, rosa Knospenheide und einem Zierkohl in der Mitte.

Auf einem geschützten Balkon kann eine kräftig blühende Chrysantheme in einem eigenen Topf stehen. Daneben reichen zwei schlichte Töpfe mit Heide oder Gräsern. So wirkt die Ecke herbstlich, ohne dass gleich der ganze Balkon neu eingerichtet werden muss.

Im Herbst wird weniger gegossen, aber nicht gar nicht

Auch im Oktober brauchen Balkonpflanzen Wasser. Kästen unter einem Dach bekommen vom Herbstregen oft keinen Tropfen ab. Gleichzeitig trocknet die Erde langsamer als im Sommer.

Bevor du gießt, fühlst du deshalb kurz mit dem Finger nach. Ist die obere Erdschicht noch feucht, kann die Gießkanne warten.

Nasse Erde und kalte Nächte sind eine schlechte Kombination. Achte darauf, dass die Abzugslöcher frei sind und überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bei größeren Gefäßen helfen eine Drainageschicht und Topffüße. Kästen mit Wasserspeicher sollten im Herbst nicht dauerhaft randvoll sein.

Die beste Wahl bis November

Wenn du möglichst wenig Arbeit möchtest, nimm Heide, Hornveilchen, Zierkohl und ein kleines Gras. Sie vertragen kühle Tage, sehen lange ordentlich aus und brauchen keinen dauernden Standortwechsel.

Für geschützte Balkone kommen Chrysanthemen und Alpenveilchen dazu. Purpurglöckchen sind ideal, wenn ein Teil der Bepflanzung auch nach dem Herbst bleiben soll.

Und wenn zwischen diesen Pflanzen noch eine Geranie weiterblüht, darf sie das ruhig tun. Ein Herbstbalkon muss nicht an einem einzigen Nachmittag fertig werden. Manchmal reicht es, das Braune herauszunehmen und die entstandenen Lücken neu zu füllen.

Häufige Fragen

Welche Balkonpflanzen vertragen leichten Frost?

Hornveilchen, Stiefmütterchen, Heide, Zierkohl und viele winterharte Gräser überstehen leichten Frost meistens gut. Chrysanthemen und Alpenveilchen sollten geschützter stehen.

Muss ich für Herbstpflanzen neue Blumenerde verwenden?

Ist die vorhandene Erde gesund und nicht vollständig durchwurzelt, kannst du sie lockern und mit etwas frischer Blumenerde ergänzen. Bei kranken oder faulenden Sommerpflanzen wird die betroffene Erde besser ausgetauscht.

Können Herbstpflanzen im Winter im Balkonkasten bleiben?

Winterharte Gräser, Purpurglöckchen und geeignete Heidesorten können bleiben. Saisonale Herbstpflanzen sind dagegen nicht automatisch für eine dauerhafte Bepflanzung geeignet.

Meta-Titel: Balkonpflanzen, die bis November schön bleiben

Meta-Beschreibung: Heide, Hornveilchen, Zierkohl oder Gräser: Diese Balkonpflanzen sehen bis November gut aus und vertragen kühle Herbsttage.

Passende Buttonlinks:

Nach den drei Pflanzkombinationen: „Herbstliche Balkonideen ansehen“

Nach dem Abschnitt über Gräser und Purpurglöckchen: „Frostfeste Pflanzkübel entdecken“

Nach dem Abschnitt über Gießen und Staunässe: „Drainagematerial und Topffüße ansehen“

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